Pennalburschenschaft Florian Geyer

 

Tradition - Faszination - Selektion

 

Wir sind kein Fechtverein, jedoch eine „schlagende“ Burschenschaft, die die „Mensur“ aus Gründen der Tradition, der Faszination und der Selektion, pflegt.

 

Seit unserer Gründung sind unsere Mitglieder durch die Mensur gegangen, und trägt somit zu einer ungeheuren emotionalen Bindung zwischen den einzelnen Bundesbrüdern bei.

 

Die Mensur wird nicht durch eine Niederlage entschieden, beide „Paukanten“ sind Sieger aufgrund der moralischen Meisterung der gestellten Aufgabe. Zweifelsfrei verlangt es eine konsequente und mutige Haltung eines Mittelschülers. Nicht umsonst rührt „Mensur“ vom Wort „messen“ her, mit (nicht gegen) jemand anders, und vielmehr mit sich selbst.

 

Als „Pb! Florian Geyer“ fechten wir, gemäß der „Linzer Pauk- und Ehrenordnung“ (LPO), mit stumpfem Säbel auf den freien Oberkörper. Kopf und Hals sind geschützt, so genannte „Schmisse“ (Schnittverletzungen im Gesicht) können hierbei nicht auftreten.

 

Im Gegensatz zu anderen Sportarten erfordert das „Schlagen von Mensuren“ keine besonderen körperlich-sportlichen Vorzüge und kann von jedem ausgeübt werden, weswegen wir zum Beispiel nicht Bungee Jumping betreiben. Tischtennis wiederum würde den Zweck des einzigartigen Erlebnisses zur Gemeinschaftsförderung nicht erfüllen.

So ungewöhnlich es klingen mag, ist die Mensur viel ungefährlicher als die meisten Sportarten.

 

Vor dem Antritt zur ersten Mensur wird das Fechten in wöchentlichen „Paukstunden“ geübt. Der „Fechtwart“ muss vom Können des jungen Bundesbruders überzeugt sein, bevor ihm ein gleichwertiger Paukant (Fechter) gegenübergestellt wird.

 

So viel Mut die Mensur auch abverlangen mag, ist sie für das spätere Leben hilfreich, in unangenehmen Situationen und Hürden seinen Mann zu stehen, im steten Bewusstsein, dass alle Schwierigkeiten die ein Leben in sich birgt, überwindlich sind.